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Zartbitter Ensemble TTW_ Foto by Gordon Below
Zartbitter Ensemble TTW Foto Gordon Below

Das Altentanztheater Ensemble »ZARTBITTER«

In Zusammenhang mit dem demografischen Übergang unserer Gesellschaft kommt dem lebenslangen Lernen der älteren Generation eine besondere Bedeutung zu. Dank gestiegener Lebenserwartung haben Senior_innen neue Freiräume für eigene Interessen, die Möglichkeit Potentiale zu entdecken und zu entfalten. Auch nach der aktiven Berufs- oder Familienphase können sie ihre Lebenserfahrung und Kompetenz einbringen, das ist ein großes Potential für unsere Gesellschaft - auch künstlerisch.
Die »Überalterung der Gesellschaft« klingt dabei eher negativ, deshalb will die Tanz- und Theaterwerkstatt (TTW) diesen Ansatz umkehren und mit dem Altentanztheater Ensemble »ZARTBITTER« die positiven Aspekte in den Vordergrund rücken. »Die Alten« sollen stärker auch als Aktive gesehen werden.
Seit Frühjahr 2008 wird in der Tanz- und Theaterwerkstatt der Kurs »Alltagsferne Bewegungen und Begegnungen - Tanztheater für Menschen ab 60« unter der Leitung von Lisa Thomas angeboten. In diesem Kurs hat sich eine engagierte Gruppe gebildet, die sich intensiv mit Tanztheater beschäftigt und sich damit künstlerisch verstärkt auseinandersetzen möchte. Diese Gruppe arbeitet seit 2010 als Altentanztheater Ensemble »ZARTBITTER« mit der Choreographin Lisa Thomas regelmäßig an Aufführungsprojekten. Ein solches Projekt geht über ein Tanztraining innerhalb eines Kursangebots weit hinaus. Die Gruppe will nicht nur sich selbst, sondern »etwas« bewegen, und so erfahren, was auch im Alter (noch) möglich ist.
Tanztheater ist als geistige, seelische und körperliche Kultur- und Bildungsarbeit zu sehen, als Impuls auch im späteren Leben noch Neues zu lernen und neue Erfahrungen zu machen. Neben den gesundheitsfördernden Vorteilen, die Tanz als Bewegung mit sich bringt, wird der Tanz hier v.a. auch als Kunst gesehen, der künstlerische Prozess steht im Fokus der Arbeit. Die Herausforderung für die Choreographin und Tanzpädagogin besteht darin, alle einzu-beziehen, auch mit möglichen Handicaps und körperlichen oder geistigen Einschränkungen umzugehen.