AUSZEICHNUNGEN

Kulturehrung der Stadt Ludwigsburg 2017: Würdigung innovativer künstlerischer Projekte der Kulturellen Bildung Im Rahmen der alljährlichen Ehrung werden auch Projekte, Initiativen, Konzepte besonders gewürdigt und präsentiert, welche einen signifikanten, qualitativen bzw. innovativen Beitrag zum Handlungsfeld der Kulturellen Bildung geleistet haben. Altentanztheater-Ensemble ZARTBITTER der Tanz- und Theaterwerkstatt ausgezeichnet am 12.5.2017 Seit Frühjahr 2008 wird in der Tanz-und Theaterwerkstatt Ludwigsburg e.V. der Kurs "Alltagsferne Bewegungen und Begegnungen -Tanztheater für Menschen ab 60" unter der Leitung von Lisa Thomas angeboten. In diesem Kurs hat sich eine engagierte Gruppe gebildet, die sich intensiv mit Tanztheater beschäftigt und sich damit künstlerisch verstärkt. Diese Gruppe (ca. 10 -15 Mitglieder im Alter zwischen 60 und 75 Jahren) arbeitet seit 2010 als Altentanztheater-Ensemble ZARTBITTER mit der Choreographin Lisa Thomas regelmäßig an Aufführungsprojekten (u.a. "Komm tanz mit mir" im Rahmen des Festivals "VielFalten -Kulturelle Bildung im Alter" 2015, "Miniaturen" 2016, Projekt im Rahmen des Festivals "Generationen-Tanz / Vielfalten im Dialog" im Mai 2017). Solche Projekte gehen über ein Tanztraining innerhalb eines Kursangebots weit hinaus. Die Gruppe will zu einem anderen Altersbild in der Gesellschaft beitragen: Altentanztheater ist als geistige, seelische und körperliche Kultur-und Bildungsarbeit zu sehen und als Impuls, auch in höherem Alter Neues zu lernen und neue Erfahrungen zu machen. Im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung kommt dem lebenslangen Lernen der älteren Generation eine besondere Bedeutung zu. Mit dem Altentanztheater-Ensemble ZARTBITTER ist es der Tanz-und Theaterwerkstatt Ludwigsburg e.V. gelungen, eines der ersten Tanzensembles im Seniorentheater zu etablieren und das Thema " Tanzkunst und Alter" in der Region und bundesweit zu verankern. www.lkz.de/home_artikel,-%E2%80%9EDas-Erbe-der-Kulturarbeit-bewahren%E2%80%9C-_arid,422540.html

Auszeichnungen


Kinder zum Olymp

Das Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jekt »ZWERG NASE« der Tanz-und Thea­ter­werk­statt, der Os­ter­holz­schu­le, der Büh­nen­bild­ne­rin Ge­si­ne Pit­zer und der Re­gis­seu­rin Adel­heid Schulz ist Haupt­preis­trä­ger des bun­des­wei­ten Wett­be­werbs

»KIN­DER ZUM OLYMP«!!!!
Aus mehr als 750 Einsendungen aus dem ganzen Bundesgebiet wurden 28 innovative Kooperationsprojekte von der Kulturstiftung der Länder und der Deutsche Bank Stiftung bei der diesjährigen Preisverleihung am 9. September 2013 im Berliner Konzerthaus ausgezeichnet.
Der Hauptpreis ging an das Projekt »KARAWANSEREI IN DER WESTSTADT - ZWERG NASE« der Osterholzschule Ludwigsburg und der Tanz- und Theaterwerkstatt e.V.: 5.000 Euro Preisgeld nimmt der Gesamtsieger des Wettbewerbs mit nach Hause und investiert es in eine weiterführende Verankerung der kulturellen Bildung in den Schulalltag.

AUS DEM VOTUM DER JURY:

»In zweijähriger Arbeit hat die gesamte Schule mit den Künstlern der Tanz- und Theaterwerkstatt an diesem Projekt gearbeitet. Was uns neben der Langfristigkeit begeistert hat, ist die konsequente Einbindung aller Lehrer und Schüler, aber auch Eltern, in dieses Projekt. Die Schüler haben sich in allen Phasen einbringen und unterschiedlichste künstlerische Techniken ausprobieren können. Das Projekt besticht durch die hohe ästhetische Qualität der Umsetzung. Sehr originell ist der performative Rundgang durch die Räume der Schule, mit dem die Aufführung beginnt, so dass sich das Theatererlebnis auf unterschiedlichste Weise zusammensetzt. Ebenso bemerkenswert sind die beschriebenen Lernprozesse im Team von Lehrern und Künstlern, der Weg vom ergebnisorientierten Planen zum prozessorientierten Begleiten.«

Presselink

 

Theaterpreis Baden Württemberg, Tanz 2009

Um die vier Auszeichnungen in Höhe von insgesamt € 15.000 konkurrierten sieben nominierte Tanz-Kompanien aus der freien Szene Baden-Württembergs. Gewinner des mit 6.000 € dotierten Hauptpreises sowie des Publikumspreises ist die Koproduktion von Fabian Chyle COAC und der Tanz- und Theaterwerkstatt mit
»RE-INVENTING NIJINSKY«

AUS DER BEGRÜNDUNG DER JURY:

»Fabian Chyle ist mit seiner Neu- oder Wieder- oder Weitererfindung der Person Vaslav Nijinskys eine großartige Gesamtinszenierung gelungen. Er kombiniert auf geschickte und originelle Weise eine Vielfalt von Elementen auf die Bühne und gibt jeder von ihr den passenden Raum, ohne die Sinne zu überfüttern. Hier spielt die Ebene des Hörens eine wichtige Rolle, die mit Geräuschen, Sprache und Musik arbeitet und Verschiebungen, Verstörung, Bedrängung erfahrbar macht, ebenso der Einsatz filmischer Mittel wie Live-Kamera und Animation, theatralische Komponenten wie Masken und Spielzeugfiguren und der Übergriff aufs Publikum sowie die Konzeption des Raumes und des Lichts. Fabian Chyle bespielt den Raum im Raum, den Wohnwagen, wie ein lch-Gehäuse. Geborgenheit, Reise, Verletzlichkeit drückt das aus, das Innere wird nach außen gestülpt. Chyle wirft sich als Darsteller selbst ins Gefecht und gewinnt es, indem er sowohl die Kraft als auch die Brüchigkeit dieser Existenz verkörpert und sie auf diese Weise ins Heutige übersetzt. Der dramaturgische Bogen wandert auf perfekte Weise vom Leichtfüßigen bis hin zum bedrückenden Zustand eines Menschen, der den roten Teppich unter seinen Füßen verloren hat und dem das Licht davonläuft.«

Der Publikumspreis in Höhe von 3.000 € ging ebenfalls an diese Produktion.

 

2. Förderpreis der Region Stuttgart Kunst und Kultur
2. Preis bundesweiter Wettbewerb Jeunesses Musicales

In Stuttgart wurde der Förderpreis Region Stuttgart verliehen. Mit diesem Preis werden besonders innovative, ambitionierte und nachhaltige Projekte in der Region geehrt. »ZUCKERSHOCK FAIRY«, das Kooperationsprojekt der Tanz- und Theaterwerkstatt und des Jugendsinfonieorchesters Ludwigsburg erhielt hier den 2. Preis im Bereich Kunst und Kultur. In der Laudatio wurde besonders hervorgehoben, dass es diesem Projekt gelungen ist, Grenzen zu sprengen in vielerlei Hinsicht.
Der von der Jeunesses Musicales Deutschland ausgeschriebene Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Bundesjugendministerin Dr. Kristina Schröder sucht nach den innovativsten Konzertprojekten von und mit jungen Musikern. Das Jugendsinfonieorchester Ludwigsburg unter der Leitung von Ute Kabisch hat mit »ZUCKERSHOCK FAIRY« den mit 1.000 € dotierten zweiten Preis gewonnen!

»Musik vernetzt« war das Thema der diesjährigen Ausschreibung von Jeunesses Musicales. »ZUCKERSHOCK FAIRY. KLASSIK. UND HIPHOP?« ist Vernetzung in mehrfacher Hinsicht. Hier wurden verschiedene Musik- und Tanzstile ebenso vernetzt wie MusikerInnen und TänzerInnen. Wie diese Produktion gezeigt hat, gehen Klassik und HipHop sehr wohl zusammen und so begeisterten die Ausführenden neben der Jury auch das Publikum in den ausverkauften Vorstellungen mit ihrem Enthusiasmus und Professionalität.



2. Preis beim landesweiten »Zeig was du kannst« Schülerwettbewerb vom »Kindermedienland BW« 2011

Projekt der Tanz-und Theaterwerkstatt mit AG der Eichendorffschule gewinnt einen zweiten Preis des Schülerwettbewerbs von »Kindermedienland BW«

Die sechs Kinder der AG »DIGITALES GESCHICHTEN ERZÄHLEN« der Eichendorffschule in Grünbühl-Sonnenberg strahlten, als sie den zweiten Preis des Schülerwettbewerbs »Zeig, was du kannst« aus der Hand des Staatssekretärs Hubert Wicker entgegennahmen. Das Kindermedienland ist eine Initiative des Staatsministeriums und der Medien- und Filmgesellschaft BW. Am letzten Freitag wurden die Schülerinnen und Schüler, die sich am Wettbewerb beteiligt hatten, zur Preisverleihung in das Literaturhaus Stuttgart eingeladen. Ziel des Wettbewerbs war es, die Kinder zu motivieren, »vom Nutzer zum Macher« zu werden, so Staatsekretär Wicker in seiner Begrüßungsansprache. Alle Schüler/innengruppen wurden medienpädagogisch betreut. Die AG »DIGITALES GESCHICHTEN ERZÄHLEN« wurde von der Tanz- und Theaterwerkstatt im Rahmen des Programms der »Sozialen Stadt« ins Leben gerufen, geleitet und betreut. Eigens dafür reisten die Medienkünstler Matt White aus Bristol und Alexander Schmidt aus Stuttgart an. Sie unterstützen in den Herbstferien die sechs Rackerinnen und Racker bei der Umsetzung ihrer Geschichten, die sie zuvor mit der Theaterpädagogin Regina Boger an sechs Nachmittagen erzählt und geschrieben hatten. Herausgekommen sind Geschichten mit so verheißungsvollen Titeln wie »Mein Leben voller Glück«, »Mein Leben hat viele Abenteuer« oder »Die Kindheit eines Erfinders«. Aus den Geschichten der Zehnjährigen erfährt man viel aus dem Leben der Kinder und wie sie damit zurechtkommen, zu Hause russisch, türkisch, serbisch oder portugiesisch zu sprechen und in der Schule deutsch. Umso höher ist ihre Leistung zu bewerten, dass sie ihre Geschichten auf deutsch geschrieben haben. Ermöglicht hatte das Projekt die Schulleiterin der Eichendorffschule, Christine Schumann. Nach der Präsentation der digitalen Geschichten der Frauengruppe der Martinsgemeinde hatte sie begeistert gesagt: »Das wäre etwas für unsere vierten Klassen.« Ihre Bereitschaft, das Medienprojekt an ihrer Schule zu unterstützen, fasste sie in dem prägnanten Satz zusammen: »Alles, was wir tun, ist für die Kinder!« und strahlt, ebenso stolz und glücklich wie die Kinder, die ohne zu klagen ihren Preis, eine gut gefüllte Tasche mit Büchern und einem Videospiel nach Hause tragen. Die Schwester eines stolzen Ludwigsburger Preisträgers fragte schüchtern: »Dürfen wir in der vierten Klasse auch so etwas machen?« Diesen Wunsch teilt auch die Schulleiterin: »Wir wünschen uns, dass jedes Jahr ein paar Kinder die Chance haben, an der AG »DIGITALES GESCHICHTEN ERZÄHLEN« teilzunehmen. Dieses Projekt hat sie sichtlich gestärkt. Und noch schöner wäre es, wenn dieselben Kinder in ein paar Jahren noch einmal ihre Geschichten erzählen und fotografieren könnten, sodass sie sehen, was sich von ihren Wünschen erfüllt hat. Jetzt braucht die Tanz- und Theaterwerkstatt nur noch einen Sponsor, der dieses Vorhaben finanziell unterstützt.«