2008 - 2011 Traumgeschichten

Improvisationstheater mit Kindergartenkindern in Grünbühl und Sonnenberg

Kinder leben im Moment, sind emotional und begeisterungsfähig. Sie erfahren den Alltag intensiv, denn sie haben Fantasie und können grenzenlos träumen und wünschen. Die Traumgeschichten machen ganz KLEINE ganz GROSS. Denn hier kommen ihre Träume und Wünsche direkt auf die Bühne. Aus den Träumen und Wünschen von Kindern gestalten SchauspielerInnen in Sekundenschnelle improvisierte Geschichten. Die Kinder im Publikum führen Regie und bestimmen was auf der Bühne geschieht: "Piraten im wilden Sturm, Prinzessinnen, die über Wolken reiten, Superhelden, finstere Schurken, freche Hexen, rostige Ritter, wilde Tiere und jede Menge gefährliche und lustige Abenteuer." Die Geschichten entstehen vor den Augen und mit direkter Unterstützung der Kinder. Nach dem ultimativen, gemeinsamen "5-4-3-2-1-los!"-Einzählen verbleiben den Akteuren nur noch wenige Sekunden und der imaginäre Vorhang hebt sich, die Szene beginnt. Nichts ist bei den Traumgeschichten unmöglich, nichts ist vorhersehbar, jede Szene eine einzigartige, manchmal gar fantastische Premiere.

Von 2008 bis 2010 wurden die Traumgeschichten von der Tanz- und Theaterwerkstatt, im Rahmen des Programms "Soziale Stadt" in Grünbühl und Sonnenberg, gemeinsam für den evangelischen Kindergarten Astrid Lindgren, den katholischen Kindergarten St. Elisabeth und den städtischen Kindergarten Am Sonnenberg durchgeführt. Mit den Mitteln des Improvisationstheaters wurden die Träume und Wünsche der Kindergartenkinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren von zwei SchauspielerInnen der Gruppe Wildwechsel aus Stuttgart in Szenen umgesetzt und gespielt. Über einen Zeitraum von 3 Jahren wurden die Traumgeschichten regelmäßig in den 3 Kindergärten aufgeführt und haben einen festen Platz im Kindergartenalltag eingenommen. Darüber hinaus wurde durch die Beteiligung der 3 Kindergärten aus den beiden Stadtteilen Grünbühl und Sonnenberg die Vernetzung der Institutionen untereinander gefördert."Wer lacht lernt!".

Die Traumgeschichten fördern bei den teilnehmenden Kindern sowohl die sprachliche Entwicklung als auch die Entfaltung von Kreativität und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Durch das interaktive Miterleben und Mitgestalten der Geschichten sind die Kinder dazu aufgefordert, Gedanken und Wünsche, nicht nur zu visualisieren, sondern auch konkret vor der Gruppe auszuformulieren. Sie erlernen somit auf spielerische Art die Bedeutung von Sprache. Das Konzept ermöglicht es den Kindern die Szenen mit ihren eigenen Ideen und ihrem Einfallsreichtum grundlegend mitzugestalten und auszuschmücken. Auch bieten die Traumgeschichten Kindern die Möglichkeit Unsicherheiten - mit Unterstützung der Schauspieler und Erzieherinnen - zu überwinden, indem sie im Spielverlauf, für die Gruppe bedeutende, Rollen übernehmen und so besondere Wertschätzung erfahren.

Auch nach Ablauf des Programms "Soziale Stadt" wird dieses erfolgreiche Projekt in den 3 Kindergärten im Jahr 2011 weitergeführt, um auch zukünftig für die Kinder der drei Einrichtungen ihre Träume und Wünsche erfüllen zu können.

"Nicht die Nüchternen verändern die Welt, sondern die Träumer"
(unbekannter Verfasser).